Was ist MS

Multiple Sklerose -
Die Krankheit mit den tausend Gesichtern

Was ist eigentlich Multiple Sklerose?
Was passiert im Nervengewebe?
Wer bekommt MS?

Was ist eigentlich Multiple Sklerose?
 

 

Mit der Diagnose MS kann eine Flut von Emotionen aufkommen: Angst, Verzweiflung, Depression. Plötzlich stellen sich folgende Fragen: Was kann ich tun? Was bringt die Zukunft? Wie werde ich damit fertig? Wie werden andere darauf reagieren? Einige der wichtigen Fragen über MS können noch nicht beantwortet werden, obwohl die MS-Forschung vorangeht. Circa 190.000 Deutsche leiden an MS.
Multiple Sklerose ist die häufigste organische Erkrankung des Zentralnervensystems und verläuft meistens in Schüben und Remissionen. Der Verlauf der "Krankheit mit den tausend Gesichtern", wie die MS auch genannt wird, ist nicht vorhersehbar. Die Beschwerden reichen von leichten Störungen bis hin zu schwersten Lähmungen, Spastiken, Koordinations-, Seh- und Sprachstörungen. Eine Erkrankung an MS muss aber nicht in jedem Fall schwer verlaufen. Viele Betroffene können über Jahrzehnte ein normales Leben führen. MS ist nicht ansteckend und wird nicht vererbt.
Multiple Sklerose (kurz MS genannt) ist eine Krankheit, die die Nervenbahnen im Gehirn und im Rückenmark befällt. Hierbei werden die Schutzschichten (das Myelin) der Nervenleitungen angegriffen und zerstört. Diese Angriffe erfolgen an unterschiedlichen Stellen. Man spricht deshalb von multipler, also vielfacher Sklerose.

Die Ursache der MS ist bisher nicht bekannt, so dass eine direkte Behandlung des Grundleidens nicht möglich ist. Die moderne Medizin ist jedoch in der Lage, durch bestimmte Medikamente und Therapien den Krankheitsverlauf günstig zu beein- flussen. Es wird weltweit und intensiv geforscht, um das Rätsel "Multiple Sklerose" zu lösen.

 

Nervenstruktur

Was passiert im Nervengewebe?

 

Entzündungen im Nervensystem
Entzündungen im Nervensystem

An den angegriffenen Stellen entstehen Narben, und der Körper ersetzt die zerstörte Myelinschicht durch hartes (sklerosiertes) Gewebe, das aber nicht mehr in der Lage ist, die elektrischen Nervensignale weiterzuleiten.

 

 

 

Wer bekommt MS?

Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und betrifft zu 2/3 Frauen. Multiple Sklerose ist eine Krankheit, die jeden treffen kann.
Es gibt viele Wege, MS zu erleichtern. Aber nur der MS-betroffene Mensch selbst kann Schritt für Schritt etwas dafür tun. Niemand kann dem Einzelnen das abnehmen, aber es gibt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und in ihr Menschen, die dem Patienten und seinen Angehörigen in allen Lebenslagen zur Seite stehen.